
Donnerstag. Viel ist passiert seit dem letzten Ausflug. Wir haben uns zurückgezogen und uns auf die Begleitung und den beschwerlichen letzten Weg von Schwiegervater Paul konzentriert. Am Donnerstag vor Ostern haben wir meinen Schwiegereltern noch ein kleines Fest zu Ehren ihres diamantenen Hochzeitsfestes (60 Jahre!) ermöglicht, mit kleinen Häppchen im kleinen Kreis. Am Ostermontag hörte Pauls Herz auf zu schlagen. Und so nahm die Geschichte ihren weiteren Lauf: Organisieren, Karten verschicken, Verabschiedung im engsten Kreis.
Nun möchten wir wieder einmal hinaus und knüpfen an, wo wir vor 2 Monaten aufgehört haben. Wir fahren direkt nach Carona auf dem San Savatore. Hier werden wir im Restaurant „Grotto del Pan Perdü“ von einem jungen, herzigen Geranten bedient. Wir wählen wieder Polenta, einmal mit Gorgonzola und einmal mit Steinpilzen. In der Mitte wechseln wir die Teller. Köstlich! Danach sehen wir uns das verwinkelte Dörfchen an. Anstatt Strassenlampen sind LED-Leuchten im Kopfsteinpflaster eingelassen, welche wohl bei Dunkelheit die Fassaden von unten her mystisch beleuchten. Es muss fantastisch aussehen. Wie das mit der Lichtverschmutzung aussieht, möchte ich nicht beurteilen. Schliesslich sieht alles nach viel Geld aus, und so hat die Gemeinde wohl auch auf die Natur Rücksicht genommen, so hoffe ich…
Das nächste Ziel ist der Parco San Grato, ein Juwel, welches uns mit einer Pracht voller Blüten, Duft und Farben empfängt. Wir können uns kaum sattschnüffeln und -sehen, und doch schaffen wir es dann, einen Ausweg zu nehmen, auf dem Südosthang entlang und schliesslich hinab Richtung Vico Morcote. In einem mit blauen Hängeglyzinien überwachsenen Paradiesgärtchen bekommen wir Kaffee, aber sonst nichts (Hotelküche noch zu…). Das Dörfchen ist absolut malerisch, verwinkelt. Überall gibt es Bögen und Arkaden, Treppchen und dezente Kunstinstallationen an Hauswänden und auf kleinen Plätzchen.
Von hier ist es nicht mehr weit nach Morcote, welches wir auch letztes Mal besucht haben. Doch heute bescheren wir noch den Scherrer Park einen Besuch, welcher besticht mit einer einzigartigen Mischung aus exotischer Architektur und botanischen Besonderheiten. Die Bilder sprechen für sich.
Unten an der Strasse, etwas versteckt, betreiben zwei Jungs eine Gelateria namens „La Casa del Gelato“ mit handgemachtem Softeis, welches wir vergnügt und genüsslich verschlecken, bis der Bus kommt.


































Was für eine überwältigende Blütenpracht in dieser zauberhaften Landschaft! Und das sonnige Wetter hat ja alles bestens in Szene gesetzt. Hängt die „Magische Levitation“ in einem Spinnenetz? Auf alle Fälle eine tolle Illusion! Danke auch an Martin für die Aufwertung des ganzen Trips durch das Tragen eines soooo coolen T-Shirts! 🙂
Ich bin überwältigt von der Farbenpracht. Hier im Norden gibt es sowas kaum. Gut haben wir das Tessin damals nicht ganz verloren. Was hat das mit Scherrer zu tun? Ist der Tempel das Hauptquartier eines Vereins? Wie damals auf dem Monte Verità, der heute zur ETH gehört. Oft waren avantgardistische Kreise im dunkeln Mittelalter vor 100 Jahren ins Tessin ausgewichen.
so wunder schön! da möchte ich auch einmal mitkommen 🤩🤭🥳😍
Traumhafte Bilder! Man kann sich nicht satt sehen. Überall hat es Blüten! Ich frage mich, wo im Sommer noch etwas blühen kann, ob es noch Platz hat. Habt ihr noch einen Ausflug nach Griechenland gemacht in den Sonnentempel und zum Erechtheion?
Das Gleisfeld bringt uns wieder in eine andere Welt. Aber auch sehr eindrücklich.