
Freitag. Es ist Zeit für die Blütenwanderung. Mit Markus machen wir in Liestal ab und fahren gemeinsam mit dem Bus nach Lupsigen. Von dort gehen wir über Feld und Wiesen und entdecken viele Frühlingsboten am Wegesrand. Martin entdeckt immer mal wieder alte Grenzsteine und fotografiert sie von allen Seiten. In Seewen, vor dem Musikautomaten-Museum, treffen wir auf Michel und essen gemeinsam auf der windigen Terrasse. Dann machen wir uns auf und gelangen via Gempen zum Aussichtsrestaurant Schlosshof mit Aussicht ins Birstal. Der Blick hinauf zur Schartenflue mit ihrem knochigen Eisenturm, auf dem wir 2 Jahre zuvor inne hielten, ist zugleich imposant als auch etwas bedrohlich im Gegenlicht. Auf der Burgruine Dorneck kraxeln wir auf den verschachtelten Überresten herum, gelangen auf das imposante Plateau, wo auch ein paar Bäume gedeihen und stören eine Anthroposophin, die gerade ihre Hände ins Licht hält und eine eurythmische Zeremonie abhält. Jänu. Wir steigen ab nach Dornach, vorbei an den gedrungenen Anthroposophen-Häusern, die einen mit ihrer schiefen Architektur ohne rechte Winkel in eine Art Zwergen-Fantasy-Zivilisation hineinversetzt. Im Goetheanum besichtigen wir das düstere Treppenhaus mit dem roten Götzenbild und verlassen es schnell wieder. Die Gebäude und die dazugehörende Rudolf Steiner-Lehre finden wir eher unheimlich. Mit dem Tram fahren wir drei Stationen zu der inzwischen umbenannten Haltestelle Walzwerk, wo unsere Freunde wohnen und uns auf der lauschigen Terrasse mit selbst gekochten Köstlichkeiten verwöhnen. Herzlichen Dank!





















Viel wichtiger ist für mich die Frage der Akkustik im Goetheanum. Was gibt es darüber zu berichten?
Der grosse Saal war geschlossen. Und im Treppenhaus getraut man sich kaum laut zu reden, geschweige denn Occarina zu spielen 😉 Aber vielleicht kannst du dich mal bei einem Eurythmie-Kurs anbieten, wenn sie ihre Namen tanzen ;-))
Vielen Dank für den schönen Tag! Es ist und bleibt eine Freude eure Freunde zu sein😊
Ups, sollte natürlich Markus heissen nicht Marjzs 😂 😂
Zum Grenzstein: Wir wanderten wieder einmal in Grenzgebiet von Baselland und Solothurn. Oben auf dem Gempenplateau schiebt sich der Kanton Solothurn (Bezirk Dorneck) wie auf einer Terrasse nach Norden, und nur etwas mehr als 4 Kilometer Luftlinie fehlen bis zum Rhein. Der Grenzstein auf der Schneematt zeigt den nach links gerichteten Baselstab, weil er von 1714 stammt, also noch aus der Zeit vor der Kantonsteilung (1832/33). Demgegenüber hat der Kanton Basel-Landschaft bekanntlich einen (roten) nach rechts gerichteten Baselstab.
Ich wusste nicht, dass das Eingangstor zum Anthroposophen-Himmel schon scheusslich ist… Aber Alles hat auch Gute Seiten – z.B. die Rudolph Steiner Schulen – wir hatten einige Stiften von dort. Die hatten bei unserer Auswahl-Prüfung (System Huber – Nordmann – Raess) klare Vorteile.
Danke für den neuen blog – ich lerne weiter, die Schweiz aus unbekanntem Winkel kennen zulernen.