
Samstag. Wieder hat Martin eine schöne Idee, wie er meinen Vorschlag, nicht allzu lange an der prallen Sonne zu laufen, umsetzen kann. Von Les Mosses aus spazieren wir auf einem stetig diagonal laufenden Strässchen Richtung Oudiou, einem kleinen Güpfi, das wir bereits im Winter einst erklommen. Zwei Rössli stehen in 69-Stellung stehend nebeneinander und schlagen sich mit ihren Schweifen gegenseitig die Fliegen aus dem Gesicht: Clever, diese Rössli! Die Kühe hier oben sind so scheu, dass sie aufstehen und weggehen, kaum strecken wir unsere Pfötchen aus. Auf der Südseite des Pic Chaussy gehen wir weiter im Schatten und essen unser Zmittag an einem lauschigen Plätzchen auf einer wohlgeformten Wurzel. Bei der Abzweigung zum Abstieg kommt uns ein wohlgeformter, grauer Bart entgegen. Wir sprechen kurz miteinander. Er möchte noch auf den Pic Chaussy. Wir hinab nach Vers-l’Eglise. Unten angekommen, will es der Zufall, dass gerade Öffnungszeit und damit Vorführzeit der antiken Säge ist, die gespiesen wird mit Wasserkraft. Natürlich werden wir als erstes beglückt mit der Frage, ob wir Brüder seien. Wir erinnern uns, ALLE Bartträger sind Brüder… Aber die Demonstration ist echt eindrucksvoll und die SUVA würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Da gibt es soviele gefährliche Räder, Riemen, Gestänge & Sägeblätter, dass man schon ziemlich aufpassen muss, dass man sich nicht einen Finger, eine Hand oder gar den Kopf absägt! Die ganze Hütte vibriert und wackelt, als Jean-François beide Sägen laufen lässt. Eine bestückt mit nur einem Blatt, zersägt Baumstämme in der Mitte, die andere mit 11 (!) macht Bretter. Ein Film sagt mehr als 1000 Bilder!
Im Gartenrestaurant, welches in Wahrheit auf einem Teil des Parkplatzes steht, in Vers-l’Eglise, geniessen wir ein liebevoll zubereitetes Dessert. Zurück in Les Mosses absolvieren wir noch den lauschigen, aber strengen Vitaparcours, einmal mit Übungen, ein zweites Mal nur mit Rennen. Wir sind stolz, dass wir uns in der Kategorie „Excellent“ für Ü50 befinden!













Die wassergetriebene Sägerei ist Spitze – ganz ohne Elektrisch. Das EKZ wollte ein etwas moderneres Wasserrad (Pelton) in Adliswil unbedingt abbrechen in den 80er Jahren! Wir haben es oft mit dem Netz synchronisiert um etwa 120 KW dauernd (Tag und Nacht) ins Netz einzuspeisen, dank etwas Sihlwasser durch den Auffangkanal. Ursprünglich wurde damit die Spinnerei Adliswil betrieben.
Kleine Kraftwerke waren für die des Teufels – Nur «big is beautiful»…
Tolle Fotos aus der welschen Natur – Vielen Dank.