
Freitag. Noch ein sonniger Tag, der viel Vitamin D verspricht! Martin kocht eine Speed-Pasta und ich einen Salat mit vielen Sprossen, die schon fast das Keimglas sprengen vor lauter Wachstum. Über Wetzikon nach Hinwil und mit dem Bus nach Wernetshausen. Eine Frau in unserem Alter mit kleinem, schwarzem Pudel fragt uns, wo sie aussteigen soll, wenn sie auf den Bachtel spazieren will. Nun, das wissen wir, und so steigen wir gemeinsam aus und überholen uns abwechselnd. Auf dem Wasserreservoir von Wernetshausen steht ein rotes Bänkli, wo wir die Kürbis-Pasta und den Salat essen. Die beiden kommen rauf und beim Weitergehen sehen wir, wie die Frau im Wald stecken blieb. Der Weg ist tatsächlich sehr vereist und rutschig, deswegen versucht sie es daneben. Vergeblich. Sie hat die falschen Schuhe an und die Knie täten ihr weh. Das sind natürlich suboptimale Vorausetzungen, und sie kehrt um. Wir kämpfen uns durchs Eis, gelangen endlich in den erhofften Schnee, und schliesslich erreichen wir den Gipfel mit dem Restaurant, das in die Schlagzeilen gelangte, weil man gebeten wird, die Rucksäcke beim Eingang zu platzieren. Die Terrasse ist offen, der Ausblick fabelhaft, die Fernsicht wie ein chinesisches Schattentheater, und jede Schicht dahinter ist etwas blasser. Der See neben dem Damm glitzert um die Wette, dahinter, am Horizont: Eiger, Mönch und Jungfrau! Der Wirt ist ausnehmend nett, die Kuchen, Apfelstrudel und Torta del Nonna, süss und fein.
Den Abstieg passen wir meinen Rückenschmerzen an und bleiben auf der sonnigen Seite. Den Bachtelspalt heben wir uns für den Sommer auf. Via Orn gehen wir auf der Passstrasse wieder hinab nach Wernetshausen. Auf einem einladenden Bänkli lege ich mich noch etwas hin, den Kopf in Martins Schoss, und entspanne den unteren Rücken. Im Dorfkern krämle ich einen Berliner, und während wir auf den Bus warten, bewundern wir den Gemüsegarten daneben mit zweierlei Feder- und Rosenkohl.







Vor einigen Jahren waren wir auf dem Bachtel. Ich habe fast keine Erinnerungen mehr, als dass es sehr viele Leute hatte. Zum Glück sehe ich jetzt die schönen Fotos von euch. Was mich überraschte, ist der Blick auf den Seedamm. Daran erinnere ich mich überhaupt nicht. Ob wir keine gute Sicht hatten?
Vielen Dank – für den Bericht (Blog) und die Ansichten.
Gute Besserung für den Rücken – wünscht Rolf