
Sonntag. Nach der Boosterimpfung am Donnerstag fühlten wir uns schlapp und reisen also erst heute in die Flitterwoche. Ja, unser Ja-Wort gaben wir uns vor einem Jahr. Aber ich vergass vollkommen, dass mein Arbeitgeber mir dafür eine Woche frei gibt. Nun kann ich das mit Martin nachholen. Das Mittelland liegt seit Tagen im Nebel, und erst im Simmental löst er sich auf. Von nun an haben wir Sonne pur. Und so wie diese nur einen winzigen Bogen am Firmament abfährt, gönnt sich der Mond dafür einen derart riesigen, dass man sich fast schon fragt, ob er überhaupt jemals untergeht. In der Nacht ist es taghell, man sieht die einzelnen Schneekristalle funkeln, ebenso das Winter-Sechseck, im Speziellen das Sternbild Orion und den Sirius, der in allen Farben funkelt. Das Einheizen des Chalets mit den zwei Holzöfen, zusammen mit dem Einrichten und Kochen, stellt sich als eine anstrengende Sisyphos-Aufgabe dar. Nur mit einem schlechten Gewissen nehmen wir die Elektroöfeli als Unterstützung dazu. Mitten in der Nacht stellen diese alle ihren Betrieb ein, und all die nächtlichen Recherchen an den drei Sicherungsstationen ergeben kein Ergebnis. Verschlafen geben wir auf, um nach einer Stunde festzustellen, dass sie wieder heizen. Elektro-Mystik in der Romandie.
Montag. Sonnenaufgang um 9:51. Heute stapfen wir gemütlich auf den Schneeschuhwanderwegen hinauf zur Cabane des Monts-Chevreuils, einem gemütlichen Beizli mit Blick auf Château-d’Œx. Der Skilift läuft nicht, doch die Terrasse ist mit Schneeschuhläufern, Skitourenfahrern und Wanderern fast voll. Es gibt Süppchen und Käseschnitte mit Ei. Eigentlich mag ich Käseschnitte nicht, aber die hier ist die erste, die mir richtig schmeckt. Hier wird sie eben mit gutem Käse und Weisswein gebacken. Ein delikates Fondue für Arme 😉 Ein Paar malt und zeichnet das grossartige Panorama. Sie hält ihr Werk vor die Kulisse und fotografiert beides zusammen. Wir fotografieren dann noch, wie sie ihr Bild fotografiert.















„Schatten und Château-d/Oex “ ist ein ganz witziges Bild. Ihr könntet es ans Fernsehen schicken, als bestes Bild des Monats. Rocher du Midi und La Douve, es heimelt mich richtig an. Jetzt war ich auch auf dem Berg.
Lieber Rolf
Wir wünschen dir angenehme Festtage und im neuen Jahr Gesundheit und viel Freude. Wenn das Coronatheater vorbei ist, kommst du einmal mit unseren Goldbären zu uns und dann können wir uns über Michaels Berichte unterhalten.
Liebe Hannelore – Vielen Dank für Deine Wünsche, die ich gerne erwidere – es würde mich sehr freuen, wieder mal bei Euch auf dem Land aufzukreuzen… Das letzte Mal bei Martin ist doch schon 3 Jahre her. Immerhin ist der exzellente Rüeblikuchen mir in Erinnerung geblieben.
Unglaublich wie die Zeit verrinnt.
Gottlob sehe ich Dank den «blogs» hin und wieder was ihr so macht – so z.B. die Urbarmachung eines Pflanzstreifens oberhalb der Mauer. Die spiralförmige Grabmaschine sah aber etwas gefährlich aus. Gottlob hat dann ein Jungbär die Sache unfallfrei gemeistert. hahaa
Alles Gute Euch beiden im Neuen Jahr.
Gratuliere zur Seidenpapier-Hochzeit. Feiert ihr dieses Jahr Noël?
Habt ihr das Häuschen im Bild 4 geheizt?
Die künstlichen Wolken sind Viren-Trails, überlagert mit Südwind-Wellen.