Sonntag. Die Prognose für das Seeztal zwischen Walenstadt und Sargans ist vielversprechend und die Gegend für einen Sonntag gut zu erreichen. Im Restaurant Churfirsten, wo wir abends zuvor noch reservierten, beginnen wir mit Kürbissuppe und einem köstlichen Herbstteller und werden wieder äusserst zuvorkommend bedient. Das Personal scheint uns wiederzuerkennen, obwohl es schon ein Jahr her ist seit dem letzten Mal.
So gestärkt laufen wir kurz vor halb eins los, stets etwas oberhalb der Ebene auf der Nordflanke und unterhalb Sichelchamm, Alvier und Gonzen vorbei. Das erste Highlight erleben wir bereits kurz nach Berschis in Form eines über 40 Meter hohen, imposanten und total idyllisch gelegenen Wasserfalls: Dem Berschnerfall.
Es geht auf und ab, wie es sich für einen Wanderweg gehört. In einem Rebberg knallt es im Minutentakt ohrenbetäubend in Dreier-Salven. Irgend so ein irrer Knallkopf hat wohl die Entwicklung von Netzen noch nicht mitbekommen und beschallt das Tal lieber weitherum, so dass man regelmässig jedesmal einen Adrenalinschub bekommt.
Erst danach trifft uns endlich mal ein Sonnenstrahl, welcher durch den Längsschlitz von Wolkenlosigkeit über dem Tal zu uns durchdringt. Es ist der niedrige Sonnenstand, der dafür sorgt, dass Mitte Nachmittag nur die Felswände oberhalb von uns beleuchtet werden und nicht wir selbst, wie erwartet. Es sind also rein geometrische Umstände.
Unter der Palfriesbahn gehts hindurch bis zum Schloss Sargans, welches ich zum ersten Mal betrete. Als Kind gabs diese Karton-Bastelbögen von diversen imposanten Sehenswürdigkeiten, unter anderem auch von diesem Juwel.
Das Bahnhofrestaurant ist geschlossen, und so essen wir im Restaurant Post etwas Feines.
5 h 38 m, 917 m rauf, 861 m runter. Für einen Sonntags-Nachmittagspaziergang nicht schlecht 🙂





















Soeben bin ich in Les Avants Bähnchen gefahren!
Die Bilder von Walenstadt und Umgebung gefallen mir besonders, weil sie aus einem Winkel aufgenommen sind, wo ich nie war.
Der Berschnerfall rauscht ja umwerfend!
Das Gewurzelbild ist eindrücklich. Wie der hohe Turm des Schlosses auf das Bild gekommen ist?
Berschis ist ein historischer Ort für die Familie Heimgartner. Auf einer Terasse über Berschis haben Paul und ich das erste Mal davon gesprochen, dass es so schön wäre, hier ein kleines Häuschen zu haben. Was aus diesem Traum geworden ist, kennt ihr!
Wow – mehr als 5 Stunden Wanderung am Sonntag-Nachmittag… Das habe ich nie gekonnt – gratuliere.
Die Haubitze vor dem 2. Bild des Schlosses Sargans ist wohl kaum aus dem Mittelalter – schon eher 1. Weltkrieg.
Nennt sich auch hier der Schlossherr Blocher?
Nein, das Schloss gehört laut Wikipedia-Artikel seit 1899 der Ortsgemeinde Sargans.
Auch ich habe als Kind den Schloss-Sargans-Bastelbogen zusammengesetzt!