
Sonntag. Wir sind ja schon wieder übers Wochenende im Chalet, weil am Montag Knabenschiessen ist und ich so zu einem zusätzlichen Freitag komme. Langsam kommen wir vorwärts mit dem Putzen und Waschen, Holz sägen und Einrichten. Schliesslich kommen die Schwiegereltern am Montag, und ich möchte doch einen ordentlichen Eindruck hinterlassen!
Wie schon erwähnt, gibt es südlich vom Lac de l’Hongrin ein Militärschutzgebiet, welches man nur am Wochenende betreten darf. Wir wissen von den letzten Jahren her, dass hier massenhaft Heidelbeeren wachsen. Wohlwissend, dass heuer ein schlechtes Frühjahr war, packen wir leere Tupperwares ein und freuen uns auf die wohlschmeckende Ernte. Schnell erklimmen wir, beginnend beim Militärübungsplatz am Fluss unten, die Alpen „Les Anteines“ und „Les Anteinettes d’en Haut“ 123 Meter weiter oben, und bald schon sind wir auf der schönen, braungoldenen Weide mit dem horizontalen Baumstamm, auf dem wir schon posierten. Heute ist er bereits besetzt, und so gehen wir weiter, hinein ins Heidelbeerland. Doch o weh o Graus, nichts ist mit Schmaus! Wenn überhaupt Beeren an den Sträuchern hängen, dann sind sie klein und schmecken sauer. Wenn mir jemand als Kind von Heidelbeeren geschwärmt und solche serviert hätte, ich würde sie mein Leben lang verschmähen. Welch Schmach!
Im Restaurant Chamois auf dem kleinen Pass „Col de la Pierre du Moëllé“ essen wir vorzügliche Rösti mit Käse und Ei, während wir sehr freundlich von einer jungen Frau Oberin bedient werden. Wir werweisen, was wir als Nächstes machen wollen, denn einen Höhepunkt wollen wir ja schon noch erleben. Der Mont d’Or, an dessen Fuss wir herkamen, lacht uns mit etwas über einer Stunde Aufstieg entgegen, und so entscheiden wir uns für diesen Ausblick dort oben. Es wird dann doch noch etwas anspruchsvoll, kurz vor dem Gipfel. Es ist steil, felsig, und die Steine fangen an zu rollen, wenn man darauf steht. Doch wir schaffe es und werden belohnt:
Les ours d’or sur le Mont d’or!
Gipfelbucheintrag, Fotos, Filmli und ein Glykoramin für den Kreislauf.
Eine Stunde später sind wir wieder im Restaurant unten und belohnen uns mit einem Coupe Dänemark. Danach gehen wir den oberen Heidelbeerland-Weg, auf dem Wegweiser steht „Chemin des Chamois“, vorbei am erwähnten Baumstamm, der nun frei ist und den wir für einen kurzen Guezli-Halt benutzen, wieder zurück ins Chalet. 6 h 34′, aber es dauerte etwas länger, wegen den Fotos, Filmchen und Degustationen.
















[…] Nur ein paar Bissen von den leckeren Sandwiches! Romantischer Weiler unterwegs Tent du Midi, Leysin Mont d’Or & Pic Chaussy Les Diablerets Restaurant Les Fers Restaurant Les Fers Rasante Abfahrt Tent du […]