Freitag. Fun muss sein. Der ASVZ bietet inzwischen, coronabedingt, nur noch BodyAttack mit Maske an und mit Lotterievergabe der streng limitierten Plätze. Wir haben uns für ein paar Tage nach La Lécherette ins Ferienhäuschen Heimgartner zurückgezogen. Wir stellen den Fernseher aufs Fensterbrett, starten das Training 104 und den MEGABOOM und legen auf der kleinen Wiese vor dem Haus los für ein ODBA, was für „Out Door BodyAttack“ steht. Was für ein tolles Training mit den Waadtländer Alpen ringsum und dem Sonnenuntergang um 16 h.

ODBA BodyAttack

Ein Tag davor: Donnerstag. Wir haben es uns reiflich überlegt, ob wir ins Seuchengebiet fahren sollen oder nicht. Nur, die Schweiz ist inzwischen überall infektiös. Wir erlauben uns, während Randzeiten zu fahren und sind meistens mausbeinallein im Wagen. In der Bäckerei Château D’Œx Zopf und Süsses und im Coop den Rest für 3 Tage Survival eingekauft. Wir müssen ohne Restaurants auskommen, denn die sind hier geschlossen.
Hannelore & Paul heissen uns herzlich willkommen in ihrem Paradies, das sie, wir ahnen es, ganz allein komplett umgebaut haben. Der Tisch steht bereit auf unserer späteren Turnwiese, und wir geniessen den Kaffee und Vermicelles von der Bäckerei.
Kurz nach Sonnenuntergang sichten wir einen kleinen Bergmolch im glänzenden Lack-Dress. Nur der Bauch ist leuchtend orange. Wir spielen ein wenig mit ihm und lassen ihn dann auf den Steinen nieder.

Herzlicher Empfang
Bergmolch

Wieder Freitag. Die Eltern Heimgartner packen am Morgen zusammen und überlassen uns nun das Heim. Wir gehen raus, für eine Umwanderung des Tête à Josué. In acht Minuten mit dem Postauto (mit uns und Chauffeur sind wir fünf Nasen) nach L’Etivaz. Normalerweise gibt es hier Kaffee und Gipfeli, doch auch hier gibt es keine offene Gastwirtschaft. Es ist um den Gefrierpunkt rum kalt, und das Wasser auf der Strasse ist teilweise gefroren. Aber schon nach einer halben Stunde sind wir, fast wie berechnet, an der Sonne, und so bleibt es auch, bis wir wieder zurück beim Ausgangsort sind. Das ist schon fast eine Meisterleistung bei gerade mal sieben Kursen pro Tag! Ringsum sehen wir Pässchen und Berge, auf denen wir bereits zusammen gewandelt sind.
Um 14 h sind wir wieder in L’Etivaz und kaufen in der Molkerei noch Joghurt und Schokolade und trinken den Rest des mitgebrachten Kaffees auf einer Bank, bevor wir wiederum acht Minuten Bus fahren.
Hannelore und Paul staunen nicht schlecht, dass wir schon wieder auftauchen. Dann fahren sie los.
Weiter geht es, wie es oben angefangen hat: Mit Sport!

Vogelbeeren
Lauschiges Bächlein neben der Strasse
La Douve; Ziel im 2019
Leuchtende Mööschen
Gefrorene Welt am Auftauen
Aufstieg zum Pässchen
Gummfluh
Tête à Josué
Tête à Josué
Berge oberhalb Les Diablerets
Kaffeehalt auf der Alp Toumalay
Schöne Holzbeige
Cape au Moine
Into Darkness
Wer sieht den hölzernen Stier?
Kontraste

Noch etwas: Zum Znacht gibt es feines Rüebli-Chürbis-Süppli, gemischten Salat, Wildreis-Mix mit Zucchetti und, jetzt kommts: Mimikri-Erbsen in Form von Fleisch. Wenn man es brät, blutet es sogar. Es riecht zwar, wenn man es aus der Verpackung nimmt, nach Katzenfutter mit Thunfisch (welche Katze jagt eigentlich Thunfisch??), doch auf dem Teller ist es verblüffend mit den echten Fleisch-Burgern. Ich bin zwar nicht ein Fan von Fleischersatz, aber das ist schon fast erschreckend. Die Schweizer Firma Green Mountain hat da einen Coup gelandet!