
Freitag. Dem Nebel horizontal entfliehen. Das ist der Plan, der prompt aufgeht! Genau bei Ziegelbrücke. Eine Wand, die sich den ganzen Tag lang nicht mehr bewegt. Und südlich davon: Sonne!
In Näfels entdecken wir ein Gartenbistro, das auch so heisst. Direkt neben dem Bach. Drei nette Damen, gerade im Pensionsalter, umschwärmen uns auf der menschenleeren, sonnigen Terrasse. Sie verwöhnen uns mit Gerstensuppe, Apfel-Karotten-Salat, Kartoffelgratin mit Rosenkohl und zum Dessert Orangensalat mit Datteln und Espresso. Das Wasser ist im Preis von 22.50 inbegriffen. Leider wird es diese Oase so nicht mehr lange geben. Die drei wollen sie verkaufen und sich neuen Projekten zuwenden.
Wir fangen mit der Durchquerung von Mollis an und steigen schon bald steil auf. Und das bleibt nun auch bis zum Höhepunkt so: Steil. Der Wald ist golden, die Blätter rascheln unter den Schuhen, die Sonne blinzelt durch die Baumstämme und es ist warm. Kurzärmlig und die Hosen raufgekrempelt gehts voran. Vorbei am Steinbruch mit dieser riesigen Seilbahn, die wir jeweils vom Zug aus bewundern. Am höchsten Punkt, nach einer kurzen Pause auf einer kleinen Lichtung und Trinkhalt, kommen wir auf die oberste Alp einer Sonnenterrasse. Die Bäuerin streut ein braunes Pulver auf die Wiese und wir befürchten schon das Schlimmste. Zum Glück erspähen wir dann das Biosuisse-Label an der Scheune und atmen auf.
Der Abstieg ist auch steil und wegen dem Laub, das die Steine verdeckt, etwas anstrengend. Irgendwann verschwindet die Sonne hinter dem Glärnisch und es wird wieder merklich kälter. In Ennenda besichtigen wir das Haus von Monika, mit welcher wir den ganzen Tag über Kontakt hatten. Sie ist noch unterwegs und wir treffen uns im Schützenhaus Glarus bei Markus und Koch Danny, wo wir wiederum verwöhnt werden: Selbst gebackene Zwiebelbrötchen, kleiner Gruss aus der Küche in Form eines Currysüppchens, Kürbissuppe, Salat und Vegi-Herbstteller. Es reicht uns auf den 20:14 Zug, und wir verabschieden uns von Monika.




















Die Aufnahmen fangen die Herbststimmung wunderbar ein und ich bilde mir ein, das Laub rascheln zu hören.
Beim Wetterbericht am Abend vorher, dachte ich, das Glarnerland wäre eine gute Wahl. Da habe ich gut geraten. Konntet ihr die Damen nicht zum Weitermachen überzeugen? Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen wie sie euch verwöhnt haben und erst noch preisgünstig. Das Bild mit Monika hat mich besonders gefreut.