
Donnerstag. Ein grosses sogenanntes Omegahoch hat sich über der Schweiz installiert. Dieses beschert in Spanien die wüstesten Unwetter seit Langem und uns dafür stabiles Inversionswetter. Heisst: Unten Nebel, oben Sonne. Und, immer noch: Goldene Lärchen! Um 11 Uhr sind wir bereits in Zernez und essen im Bahnhöfli Pizzoccheri. So gehts bereits um 12 h los Richtung Brail. Der blaue Himmel und das Gold kontrastieren perfekt. Es gibt Grüngold, Gelbgold, Orangegold, Rotgold, Weissgold, Regenbogengold und Braungold. Wir tauchen immer wieder ein in diese Goldnadelwelt und lichtbaden darin stundenlang. Ab und zu kommt ein RhB-Bähnchen vorbei und spendiert noch eine rote Linie ins Farbenparadies. In Brail bestaunen wir das Fünfsterne-Hotel „In Lain“, von aussen natürlich. Kaffee gibts keinen, sie haben Wirtepause. Dafür gibt es sehenswerte Sgraffiti an den Häusern. Manche erinnern an erste Zeichnungsversuche von Kindern. Neben dem Bahnhof Cinuos-chel-Brail hat das Hotel Veduta mit Restaurant geöffnet und so kommen wir zu einem kleinen Vermicelles & Kaffee. Dann nehmen wir die letzte Stunde Fussmarsch in Angriff und werden von Donnersalven fast vom Weg gefegt. Auf dem nahen Schiessplatz wird geballert was das Zeug hält. O-h-r-e-n-b-e-t-ä-u-b-e-n-d! Minutenlang halten wir uns die Ohren zu und gehen im Laufschritt so schnell es geht. Dann kommen wir in S-chanf an, pünktlich zum Sonnenuntergang, marschieren durchs schmucke Dörfchen und nehmen 5 Minuten später den Zug, der uns ohne Umsteigen nach Landquart bringt. Was für eine schöne Farberinnerung!

























Danke für die wunderschönen Impressionen!
Ich vermisse die Farben der Mischwälder… Aber dennoch tolle Ansichten und Aussichten auch in Graubünden.
Wunderschön!