
Dienstag. Es ist wieder einmal La Videmanette-Tag! Juhuii! Während wir mit dem Gondeli von Rougemont hinaufgondeln, sehen wir gegenüber am Nordhang den Biohof Muhof, wo wir am Freitag Linus & Nicole kennengelernt haben. Auch heuer bekommen wir im Bergresti Rösti mit geschmolzenem Tomme. Nur kommt er uns diesmal etwas flach vor und am Rand schwimmt ein anderer, gelblich-flüssiger Käse. Wahrscheinllich wurde der Tomme in der Höhe halbiert und mit Raclettekäse gestreckt. Hänu. Das Panorama ist toll und Wolken verzieren den blauen Himmel.
Wir steigen in einem Bogen südlich hinab und ergötzen uns an den herrlichen Alpenblumen, die gerade Frühling feiern. Besonders sticht uns die dunkelviolette Orchidee „Rotes Holunder-Knabenkraut“ ins Auge, die an einem Ort, wo ein kleines Bächlein zwischen Felsbröckchen heruntergluckst, in Hülle und Fülle auftaucht. Wir kommen an den fast verlandeten Tümpel Gour de Comborsin vorbei, auf dem giftgrüne Algeninseln rumflätzen, und traversieren an steiler Flanke zum Trittlisattel hinauf. Das fette Essen, die Antihistamine und die pralle Sonne machen mir zu schaffen und wir rasten auf einem schattigen Bänkli. Martin verfüttert mir etwas Linzertorte und flösst mir etwas Tee ein, und schon mag ich wieder. Zum Tal der Dämmerung, wie wir den engen Spalt im Karst nennen, sind es nur etwa 15 Minuten. Der Name entstammt aus Michael Endes Buch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Die Älteren von uns erinnern sich. Es entsteht wieder ein eindrückliches Filmli.
Dann kehren wir um und folgen dem Grat, über den Gummesel und den Muttehubel zum Eggli. Google lügt wieder einmal, denn sowohl die Beiz(en) ist/sind zu und auch die Bahn fährt nicht. Die beiden Burschen im Technikraum machen nur Testläufe, und so stechen wir steil hinab nach Saanen. Wir bekommen gnädigerweise in einem Restaurant noch einen Kaffee, bevor wir mit dem Zug zurück fahren.




















M&M: Vous êtes devenus de véritables alpinistes – vous recevrez bientôt le Golden Award du Club Alpin Suisse.
Et merci encore pour les excellentes photos et la référence à Michael Ende: «La Vallée du Crépuscule» me fait grincer des dents.