
Donnerstag. Noch immer droht Hochnebel, darum fahren wir über Arth-Goldau und durch die Nebelschwaden hindurch mit der Normalspur-Zahnradbahn auf die Rigi-Kulm. Tolles Panorama und Sonnenschein! Etwas Feines im Resti gegessen und dann langsam geniessend Richtung Staffelhöhe und ins Restaurant Edelweiss. Diesmal ist Yannick, der Sous-Chef des prämierten Kräuterrestaurants, zugegen und kommt zu uns an den Tisch etwas plaudern. Martin näht noch die restlichen Knöpfe an seinem Wintermantel neu an, während wir uns in der Sonne suhlen mit der tollen Aussicht in der alten Wirtsstube. Dann, nach etwas Hin und Her, entscheiden wir uns, durch das dünner werdende Nebelmeer hinabzustechen, bis zur Station Grubisbalm. Wir hasten noch kurz zur Balm, in der auch Feste gefeiert werden und die jetzt, im zarten Nebel, von der untergehenden Sonne noch zarter beleuchtet wird. Sechs Minuten hin, und ebensolange zurück. Kaum an der Station, kommt schon das Bähnchen herabgehötterlet und nimmt uns auf, nachdem wir den Haltewunsch per Winken kundgetan haben. Hier besuchte Martin als 4-Jähriger seine Grosseltern, die im Hotel logierten, und feierte das 100-jährige der Viznau-Rigibahn. Wir finden noch Platz im Abteil, wo uns eine einheimische Frau mit einem dösenden, schwarzen 7-Monate-Pudeli auf dem Schoss mit ein paar netten Worten unterhält. Unten in Vitznau werden wir Zeuge, wie die grosse Drehscheibe mit donnerndem Knattern eine Position einnimmt, so dass unser Bähnchen in seinen Schlafplatz hineinfahren kann. Was uns sehr beeindruckt, sind die Zahnstangen in der Mitte: Dort, wo sich vier davon kreuzen, sind diese teils schräg abgeschnitten, damit das Zahnrad immer Griff hat und doch nirgends ansteht. Dann holt uns die Winkelried ab und fährt uns über den Vierwaldstättersee nach Luzern, wo uns viele farbige Lichtlein empfangen, so als wären sie nur für uns montiert und eingeschaltet worden.



























Mein letzter Kommentar ist nicht angekommen. Jetzt mache ich eine Probe!
Jetzt sehe auch ich es: der Winter ist da… Danke für den illustren Bericht.
Sehe ich auf der Foto von 1971 zwei Kinder? Eines halb verdeckt oder täusche ich mich?
Die antiken Schreibmaschinen werden von der jungen Generation gar nicht mehr erkannt.
Trotz damals mechanischem Tabulator, wird dessen Funktion am Computer oft ganz vergessen.