
Freitag, der 13. Mit unserem vollständigen Wandergrüppli fahren wir alle 1. Klasse im HB los. Wir haben zwei Mitfahr-Tageskarten, die wir so endlich einlösen können, bevor sie verfallen. Strahlendes Herbstwetter empfängt uns. Die Fahrt nach Spinas fällt ins Wasser, und dankdem es die SBB nicht geschafft hat, die Info zu veröffentlichen, erfahren wir erst im Zug Richtung Klosters, dass es einen Unterbruch zwischen Cinuos-chel-Brail und Zuoz gibt. Wir werden in übervolle Busse gesteckt und warten in Zuoz auf den nächsten regulären Zug nach Bever. Von dort starten wir nun zu Fuss nach Spinas, wo wir fast zwei Stunden später ankommen als geplant. Deswegen starten wir durch. Ich packe Urs‘ Rucksack, damit er zügig mitkommt, ohne den Puls unnötig zu belasten. Das klappt tadellos und wir tauchen ein in eine unerwartet gelb-orange Welt der Lärchen und Gegenlichter. Wir verlassen das Flüsschen Beverin und steigen nun steil die 450 Höhenmeter hinauf zur Fuorcla Crap Alv. Das Tal erstrahlt noch einmal, der Blick nach Bever tut sich links auf, und rechts sieht man das Tal hinauf zur Suvretta, über welche man nach St. Moritz gelangt. Fuorclabild!
Hinab geht es nun etwas schneller und wir kommen an den malerischen Seelein Lais Digl Crap Alv vorbei. Die letzten Sonnenstrahlen zaubern Licht- und Schattenspiele, aber zum Baden ist es auch Martin zu kalt, und es dämmert schon bald. Urs nimmt die Abkürzung direkt zur Crap Alv, Franziska, Verena, Martin und ich marschieren noch via Albulapass dem Sonnenschein nach. Zusammen gehen wir hinunter zum malerischen Lai da Palpuegna, der schon im Schatten liegt und nach Schwefelwasserstoff riecht. Im Februar 2020 bei Schnee und Eis, waren wir zum letzten Mal hier. Hastig laufen wir hinunter nach Preda, wo wir bei der Baustelle des neuen Tunnels das WC aufsuchen und unsere Wasserflaschen füllen können, bevor der moderne Zug „Alvra“ uns die tolle Strecke mit Kehrtunnels und Viadukten hinunter nach Bergün bringt, mit dem Fahrgefühl einer schwebenden Sänfte. Ein lustiger Geselle bringt uns feinen Kaffee und versüsst uns das Erlebnis. Wir sind alle etwas KO von den vielen Eindrücken, den Pannen bei der Anfahrt und dem leichten Stress, ob wir das Ganze bei Tageslicht noch schaffen. Uff!






























Wunderbare Wanderung. Bis Spinas sieht es ganz gemütlich und tatsächlich malerisch aus. Nicht in Weggis, sondern beim Wegweiser fängt dann das Steigen an. Sehr steile Partien!!! Bei diesen herrlichen Bergaufnahmen ist mir aufgefallen, dass man viele verschiedene Gesteinsarten sehen kann. Und die Licht-Schattenbilder des Lais da Palpuegna und des Lais digl Crap Alv, sowie die goldenen Lärchen einfach schön.
Dank deinem Blog, lieber Michael, habe ich die Albula-Quelle nun auch schon gesehen.
Das Wandergrüppli ist bewundernswert. Das Fuorcla-Gruppenbild wird alle an eine aussergewöhnliche Leistung erinnern. Chapeau!