
Frühling 2022. Nun ist es so weit: Ich wohne wieder auf dem Land! Back to the roots! Erst war ja mal der Plan, dass ich die Wohnung in Zürich behalte, bis wir pensioniert sind. Doch Seuche sei Dank wohne ich faktisch seit dem 16. März 2020 in Schöfflisdorf (Auszug aus Ägypten), und die Abende und Nächte an der Eichbühlstrasse wurden weniger und weniger. Das Konzept „Wohnen wo man arbeitet“, welchem ich nun 30 Jahre lang brav gefolgt bin, wird aufgeweicht. Anstatt 25 Minuten mit dem roten Rössli (Velo zum Trampeln) habe ich nun 29 Minuten mit dem petrolfarbenen Elektrorössli (E-Bike). Das lässt sich sehen!
Das Zügeln erfolgte in vielen Etappen, und mein Mann half mir tatkräftig, physisch und psychisch! Als ich 2005 einzog, nahm ich mir schwer vor, Feng-Shui zu betreiben, nur das Nötigste zu kaufen und einzulagern. Doch ich kam als Messie auf die Welt, als es darum ging, mein Hab und Gut zu sortieren und auszumisten. Ach du meine Güte! Letztendlich konnte ich aber die Wohnung ordnungsgemäss übergeben. Rössli-Umzug hat den grossen Rest transportiert und blitzblank gereinigt. Herr Potzi von der Verwaltung lobte dies ausdrücklich!
Auch das Haus, in das ich nun einziehe, musste erst in mehreren Schüben angepasst werden. Und so haben wir nun also im Erdgeschoss unseren Multifunktionsraum: Esszimmer, Wohnzimmer, Kino und Sporthalle. Im ersten Stock die Regenbogenbibliothek; Martins Arbeitszimmer mit Büchergestell und „Kanzlei“ (schwarzes Sofa mit Glastisch auf gelbem Teppich) und mein Arbeitszimmer mit Gästebett, Kleiderschränken und Büchergestellen. Im Dachgeschoss wieder Multifunktion: Schlafzimmer, Musikzimmer und Kraftraum.
Nun gehts darum, Finetuning zu betreiben. Als Erstes haben wir uns einen Wasserenthärter und Aktivkohlefilter geleistet, da das Trinkwasser einerseits mit bis zu 40° fH extrem kalkhaltig ist und Wasch- & Abwaschmaschine, Boiler & Wasserkocher schädigt, die Wasserhahnen dauernd verstopft und Tee, Kaffee und Essen im Geschmack leiden. Andererseits, weil es, je nachdem, ob gerade Regenzeit oder Trockenperiode herrscht, Pestizid-Abbauprodukte über dem Grenzwert uns den Genuss unheimlich machen. Nun schmeckt es wie Bergquellwasser, und wir können den Härtegrad sogar selber einstellen!
Das Ganze hat mir ziemlich an den Kräften gezehrt, deswegen gabs auch eine Blogpause. Ich hoffe die ist nun vorüber und ich kann euch wieder regelmässiger von unseren Abenteuern erzählen.



Wow – gratuliere! Mutiger Entschluss die Stadt zu verlassen, den Martins Eltern schon längst gefasst hatten.
Kommt allerdings für mich nicht in Frage, seit ich mit Glück Höngger bin…
Gottlob sind die Distanzen hierzulande klein und eine halbe Stunde Wegzeit brauche ich auch, um mit dem ÖV im Tuntenbrunnen zu landen. So dann der See wärmer wird.
Bis bald meine Herren und Freunde…