Donnerstag. Heute nehmen wir endlich die grosse Runde unter die Füsse: Eine Rundwanderung von Haustüre zu Haustüre. Die gezeichnete Tour verspricht uns 6 h 31 m, doch die Aufzeichnung kommt auf nur 5 h 54 m, inklusive kleiner Trinkhalte und Fotopausen, was uns sehr stolz macht.
Zuerst geht es über Schleinikon und oberhalb von Ehrendingen an der Nordflanke der Lägern entlang, wo wir bereits diverses lustiges Getier antreffen, Richtung Schloss Schartenfels. Vorsorglich haben wir telefonisch für das Mittagessen reserviert. Die aufgestellte Frau Bedienung ist immer noch dieselbe. Es gibt dreieckige, mit reichlich Spinat gefüllte Ravioli an feiner Vinaigrette-Sosse auf einem scheinbar schwebenden Teller, ein kleiner, feiner Salat mit Sprossen und hauseigenem Dressing, dazu exquisites Brot mit getrockneten Tomaten drin. Sie geben sich wirklich sehr grosse Mühe, und das schätzen wir, zusammen mit der schönen Aussicht auf Baden, das Limmattal und die Berge dahinter.
Nach dem obligaten Espresso machen wir uns auf die Socken und erklimmen den Lägerngrat. Das Kreuzen mit den gegenkommenden Wandergrüppchen passiert ohne Probleme, und dank der üppigen Bewachsung selbst des sonst so kargen Grates haben wir diesen dann plötzlich schon hinter uns gelassen. Noch kurz über den Lägernsattel, und schon finden wir uns auf dem Burghorn wieder.
Überall blühen herzige Blümchen, auf die ich mich diesmal fotografisch konzentriere.

Gipfelfoto auf dem Burghorn
Seltsames Getier
Seltsames Getier
Seltsames Getier
Treppe zum Schartenfels
Schartenfels: Schwebender Teller
Auf dem Lägerngrat
Auf dem Lägerngrat (Foto. Martin Heimgartner)
Gratbild
Po-sing
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Blumenpracht
Vom Burghorn Richtung Baden: Lägernsattel
Goldener Bärlauch

Im Eiltempo gehts nun weiter Richtung Osten auf dem breiten Grat, bis wir, pünktlich zum Zvieri, bei Urs & Irene auf der Hochwacht ankommen und uns wieder verköstigen. Wir geniessen die Aussicht vom vordersten Tisch aus Richtung Zürich mit den Glarner Alpen im Hintergrund.
Langsam haben die Leute wohl etwas mehr Respekt gegenüber uns, denn als uns zwei gedrungene, eher kugelförmige Typen passieren, hören wir, wie der eine zum anderen „…ZZ Top, hehehee…“ sagt und der andere etwas hysterisch und stammtischartig gackert. Erst bin ich etwas genervt, aber dann nehme ich es als Kompliment auf, denn die Bärte der ZZ Top sind ja legendär. Nach Samichlaus, Taliban und Alpöhi ist das ja schon fast erfrischend einfallsreich…
Und weil wir gerade so im Schuss sind, gönnen wir uns noch einen Bogen über Regensberg, wo wir einen sogenannten „Nicht-Kaffee“ nehmen, was heisst, dass wir dort bei Kurt keinen Kaffee konsumieren, weil er uns seit zwei Jahren immer so betont ignoriert, so dass wir inzwischen davon ausgehen, dass er mit Männerpaaren wohl ein Problem hat und er uns somit als Kunden verloren hat.
Schnell sind wir wieder in Schöfflisdorf, wo uns auf einem Parkplatz wunderschöne Schwertlilien in prächtigen Farben entgegen leuchten, und im Garten halten die Marienkäfer ein Schäferstündchen auf dem Hibiskus, nachdem sie sich an den Blattläusen den Bauch vollgeschlagen haben.

Hochwacht Aussicht auf Zürich und die Glarner Alpen
Regensberg
Schäferstündchen
Lilienpracht