Donnerstag. Wenden wir uns doch wieder mal was Schönem zu. Begleite uns mit auf unserem Spaziergang von Höhtal über den Ebnihof nach Endingen. Die Baustelle von Architekt Botta, welcher in Baden nun endlich das lang ersehnte Thermalbad errichten kann, nimmt konkrete Formen an. Hier, an einem der wichtigsten Badeorte der alten Römer, wurden während Jahrzehnten immer wieder sensationelle Ausgrabungen gemacht, welche das Bauvorhaben genau so lange verzögerten. Was hier nun gebaut wird, ist gigantisch. Wir geniessen einen perfekten Blick vom Chänzeli aus, welches über der kleinen Stadt Baden thront und ihrem Namen alle Ehre macht.





Wir kommen, wie schon vor einer Woche, über die Ebni. Diesmal jedoch am unteren Rand, mitten durch den Ebnihof. Hier versteckt sich ein kleiner Demeter-Hofladen, wo wir getrocknete Apfelringe und ein paar Samen kaufen: Muskatellersalbei (für die Holzbienen), roter Basilikum, Radicchio Palla rossa, Stevia und Erbsen.


Es geht weiter durch den Wald, und der Weg, der uns vorgeschlagen wurde, sieht aus, als wäre eine Horde Wildsäue in einem Wutrausch durchgetrampelt. Es sind wohl derart viele Waldschäden durch den Schnee entstanden, dass mit schwerem Gerät vorgefahren wurde. Und dann, wir erwarteten eigentlich so etwas wie einen vertrocknenden Sumpf, oh Wunder, kommen wir an einem kleinen, namenlosen Teich vorbei, welcher mit 5 Quellen gespeist wird. Deswegen nennen wir ihn „5-Quellen-Teich“. Eine davon ist ein Steinbrunnen in Miniaturform, den ich als Yogasockel benutze und die neue Stellung „Aquarius“ übe. Hier trinken wir unseren Kaffee, essen die Osterküchlein vom Bioladen und den Rest des Früchtebrotes, das mir mein Ex-Bär in den Briefkasten gelegt hat und aussieht wie ein Schnitt durch ein Stück Nagelfhuh-Fels mit Bernstein-Einschlüssen und auch fast so schwer ist.






Freitag. Heute ist ein Feiertag. Nicht wegen Karfreitag, sondern weil meine Schwiegereltern ihren 55. Hochzeitstag feiern, die sogenannte Juwelenhochzeit! Wir gratulieren ganz herzlich! Wir laden sie zu uns ein und bereiten den Gartentisch vor dem Kräutergarten vor. Martin serviert als Erstes eine Focaccia Quattro Stagioni. Es folgt ein Spargelsüppchen und ein mehrfarbiger Salat mit gedünstetem Portobello-Pilz. Dazu stossen wir mit Weisswein an und trinken unseren Ingwer-Orangen-Roibos-Tee. Alle sind glücklich.
Danach dislozieren wir ins Kino und schauen den Hochzeitsfilm von 1966.




Danach sind wir noch zum Kaffee und Himbeercreme-Schmaus eingeladen. Die Abendsonne lacht, wir lachen zurück!

Wir möchten auch einmal zu dem schönen Aussichtsturm, um auf Baden runterzuschauen. Super Fotos, wie immer.
Vielen Dank Rolf für deine Wünsche. Sie haben uns gefreut. Bleib gesund.
Für das Essen, welches super aussieht und ebenso super schmeckte und die Filmvorführung, danken wir herzlich. Ihr habt uns einen
wunderschönen Tag beschert!
Ich habe ganz vergessen Euch zum 55. Hochzeitstag – wie ich soeben lernte «Juwelentag» – herzlichst zu gratulieren. Euch gute Gesundheit und viel Spass, auch in Zukunft, zu wünschen. Ich hoffe es wird wieder einmal ein Treffen möglich, wie damals im Haus in Schöfflisdorf – mit meiner Lieblingsspeise – de Rüebliturte.
WOW – Herzliche Gratulation an Deine Eltern, Martin… Tolle Foto. Überhaupt wieder mal Bewunderung für Eure Bilder, man kann vieles förmlich miterleben. Der Pentagon-Weiher scheint mir etwas trüb – viele Zuflüsse verderben vielleicht das Gewässer…?
Beim Ausguck, auf dem Abstieg des Lägerngrates, auf die Bäderstadt, ist mir meine Schulreise in der 5. oder 6. Klasse in den Sinn gekommen.
Der Dauersing-Lehrer und Kammersänger Rapold war wütend auf mich, weil ich keinen Rucksack mit hatte. Während die anderen schwere Agisflaschen aus Glas mitschleppten, kaufte ich in einer Grat-Beiz ein Glas Mineralwasser aus Eglisau. Dafür musste ich keine schwere Last tragen und auf die harten Eier, die zum Teil von den Schüler in den Wald geworfen wurden, konnte ich verzichten… Ich hab’s überlebt.
Die Nagelfluh sieht wirklich aus wie eine Mikroskop-Aufnahme, man sieht deutlich die Weiss’schen Bezirke. Vielleicht auch etwas «deformation professionell» – hahaa