Donnerstag. Wie froh sind wir um unseren Hausberg, der inzwischen wieder vereist und verschneit ist! Fast mit jedem Höhenmeter ändert sich die Temperatur, und entsprechend auch die Art und Weise, wie das Wasser seine kristallinen Formen zur Geltung bringt. Es gibt Reifen, glattes Eis auf den Strassen, Pflotsch-Schnee, Pulver-Schnee und Nadeleis an den Pflanzen. Da es ziemlich düster ist und nicht viel Licht-Energie herrscht, nehme ich mein kleines LED-Lämpchen zur Hand, welches ganz hübsche Effekte hervorruft.

Kunstlichtinszenierung (Foto: Martin Heimgartner)
Das Ergebnis

Auf der Lägern Hochwacht angekommen, essen wir das Mitgebrachte vor dem geschlossenen Restaurant. Urs und Irene, die Betreiber, haben auf unser Neujahrsmail geantwortet und meinten, dass 2020 trotz grossen Einschränkungen ein gutes und strenges Jahr war. Das freut uns sehr, weil wir die Einkehrmöglichkeit doch sehr zu schätzen gelernt haben.

Sonntag: Vor dem Restaurant Lägern-Hochwacht

Beim Biobauern Eberhardt gibt es wieder grosse Eier, und so kaufen wir 10 Stück davon. Das grösste davon sieht aus wie mit dem 3D-Drucker kreiert. Darin befinden sich, oh Wunder, zwei Dotter! Das erinnert mich an früher, als ich mit meiner Mutter in den 70er-Jahren in Hedingen bei der Bäuerin Steinbrüchel jeweils Eier kaufen gingen und es jedesmal ein Fest war, wenn wir ein „Doppel-Ei“ erwischten. Aus diesem und einem weiteren Ei mache ich eine Art Omelette, indem ich eigentlich Spiegeleier brate, jedoch die Dotter aufsteche, so dass sie in einem gelben Rund zerfliessen, und das ohne rumzurühren, aber mit aufgesetztem Deckel.

Doppel-Ei
Wirklich!

Auf dem Grat laufen wir bis zum „Herzigen Weglein“, vorbei an grandiosen Strukturen in gross und klein.

Nadeleis
Vereister Wegweiser
Sonnenstrahlen!
Lägern Hochwacht, Aussicht nach Süden
Unser Hausradar
Grandioses Licht (Foto: Martin Heimgartner)

Freitag. Von Niederweningen Dorf aus stechen wir über die Sandhöli hinauf zum Steinhof, wo die 3 Pfauen auf einem Vordach kauern und vor sich hin schlottern. Die Hühner gackern leise vor sich hin, kein Radio läuft (ich berichtete am 10. April darüber). Dann steigen wir das „Diagonal-Weglein“ hinauf und landen schon kurze Zeit später auf dem Burghorn. Hier zieht sich Martin trocken an und wir essen Zmittag: Green-Mountain-Bolognese mit Dinkel-Teiggis und einen üppigen Salat, den wir gar nicht aufzuessen mögen. Die Eislandschaft zieht uns völlig in den Bann, und wir sind froh, nicht in die Berge reisen zu müssen, um das zu sehen.

Schnee- und Eis-Zauberwald
Zweiseitige Eisformationen
Aussicht vom Burghorn auf den Lägernsattel
Aussicht vom Burghorn Richtung Süden
Gipfelfoto
Mein Goldbär ist ein Knallharter!
Burghorn
Auf dem Grat

Hier noch ein bewegter Einblick für alle zuhause Gebliebenen:

Burghorn – Lägern-Hochwacht