Donnerstag. Eigenverantwortung. Zuhause bleiben. OK, wir überlegen uns das gut. Meistens löse ich seit diesem Frühling ein 1.-Klasse-Upgrade, um in der Bahn zu fahren. Wir checken die Auslastung der Züge und fahren auch schon mal über Rapperswil einen Umweg, um nach Walenstadt zu kommen. Zuerst wollten wir nur nach Wald und von dort über den Bachtel nach Hinwil laufen. Notfalls ohne Einkehr. Doch kurz vor Zürich HB sah ich auf der Webcam, dass es in Walenstadt strahlend schön ist. Und da die Dias, die wir bei Herrn Hobi von filmfix.ch zum scannen deponiert hatten, nun fertig sind, disponieren wir um. Keine nahen Kontakte und FFP2-Masken.

Walenstadt ist trotz des Waffenplatzes und der Autobahn ein himmlisch schöner Ort. Das Licht ist herbstlich mit dominanten Gelb-, Orange- und Rottönen. Wir schlendern zum See und essen draussen im Hotel Seehof einen feinen Herbstteller. Erst danach gehen wir die Dias und den USB-Stick mit den Dateien drauf abholen. Herr Hobi hat schon die 8mm- und Super 8-Filme eingescannt und sehr sorgfältige Arbeit geleistet. Er freut sich immer, mit uns zu plaudern und wir uns auch.

Eigentlich wollen wir noch etwas laufen, z.B. nach Walenstadtberg, doch der Sonnenstand ist tief und der Sonnenuntergang ist auf kurz vor 16 h angedroht. So schlendern wir durch den Waldlehrpfad, welcher uns einen kurzen, aber intensiven Vitamin-D-Schub verpasst, knurren noch etwas auf einem sonnigen Bänklein vor uns hin und entscheiden uns dann, nochmal in den Seehof zu gehen und ein Vermicelles zu schlemmen. Gesagt, getan.
Um 16:12 sind wir wieder im Zug und fahren via Rapperswil nach Schöfflisdorf zurück.

Die Churfirsten vom Waffenplatz aus gesehen
Zustoll
Brisi, Zustoll & Scheibenstoll
Am See an der Mündung des Tscherlerbach
Am See
Am See
3 Buchstaben in 4 Stunden
Kontraste
Walenstadt
Beispiel der gesannten Dias: Mein kleiner Goldbär (l), Mutter Hannelore und Bruder Christian (r)