Erste Juniwoche. Es verlangt mir viele Stunden Hirnschmalz ab. Dieses Projekt, meinen geliebten Deckenventilator, welcher sich stilmässig zwischen Wildem Westen und dem Orient befindet, an diesen Giebelbalken im Sternenzimmer zu montieren. Und zwar so runtergesetzt, dass die Rotoren nicht am Schrägdach sagen. Ich weiss immer noch nicht genau, wie hoch es ist. Fünf Meter vielleicht. Dank meinen Nachbarn im Föifäzwänzgi, wie unsere Siedlung auch genannt wird, komme ich jedoch Schritt um Schritt voran. Markus berät mich, wie die Stabilisierung aus Holz aussehen könnte, und hilft bei den ersten Konstruktionen, leiht mir Holzlack und Falt-Leiter. Schwiegervater Paul hat den passenden 40-mm-Bohrer, den ich benötige, um die verlängernde Holzstange zu fixieren. Kurt wiederum hilft mir ebenfalls bei der Holzbearbeitung. Und Fredy ist ebenfalls hilfsbereit, hat jedoch nicht die benötigten Werkzeuge.
Die voll ausgefaltete Falt-Leiter raufzuklettern bereitete mir sogar eine schlafarme Nacht. Ist mir doch die Gefährlichkeit durchaus bewusst. Und den ETH-Sicherheits-Leiternkurs habe ich noch nicht absolviert, um weiter als drei Sprossen klettern zu dürfen. Hätte ich das als Kind gewusst, wäre ich nicht Sommer um Sommer auf den Kirschbaum geklettert. Mit und ohne Leiter, zwanzig Sprossen oder so…
Irgendwann dann ist das Konzept ausgereift. Mit einer Papierschablone bohre ich die vier Befestigungslöcher in den Balken. Martin steht auf einer zweiten Bockleiter und hält die Holzkonstruktion in Position. So kann ich tatsächlich die Schrauben eindrehen. Dann wird das Elektrische angeschlossen und mit einem Balance- und Kraftakt der Ventilator an der Halterung eingehängt und angeschraubt. Eine schweisstreibende Arbeit, und ganz ohne Unfall! Uff! Und nun dreht er also wieder, mein Ventilator. Mit was ich nicht gerechnet habe, ist, wie nun das Motorenbrummen auf die Dachkonstruktion übertragen wird. Bei Volllast hört man ihn sogar im Erdgeschoss.


Und er dreht sich doch!
Auf unserer Einkaufstour in Regensdorf entdecken wir vor der Kantonalbank einen wunderschön angelegten Wildblumen-Trockengarten. Der Muskatellersalbei ist mannshoch und wir sehen drei Holzbienen aufs Mal, die sich an seinem Nektar laben. Wir hoffen natürlich, dass unserer auch bald so schön blüht und Holzbienen anzieht. Denn das war das Ziel!
Wenn die Holzbienen am Muskatellersalbei nuckeln
Der Garten von Hannelore und Paul gedeiht nun prächtig, und je nach Position wähnt man sich im Paradies. Aber auch bei uns wird es jeden Tag schöner uns schöner. Als Willkommensgruss habe ich von meinen Schwiegereltern eine winterfeste Orchidee bekommen, die, sobald sie dann blüht, hier gezeigt wird.




Ich sehe, Euch geht die Arbeit nicht aus… den Venti aufzuhängen, dass er den Dachunterbau nicht als Resonanzkörper benutzt, dürfte trickreich werden…
Ich freue mich auf die wunderschönen Pflanzen um sie in Realität selbst zu sehen.
Wow, so schön der Garten und einen Schwalbenschwanz hab ich ewig nicht mehr zu Gesicht bekommen, top!
Viel Erfolg beim Abfedern des Ventis, beim Compi gibt es Dämmmatten und Gummi Schrauben für dieses Problem, leider halten die Schrauben nur ca. 10-20 Gramm also hier nicht geeignet. Aber dir wird bestimmt eine Lösung einfallen…