
Samstag. Heute wird wieder einmal ein Traum von Franziska wahr. Sie möchte schon lange über den Panixerpass gehen, und endlich ist es soweit. Das Wetter stimmt, die Knie und Fersenplatten scheinen bereit und die Kondition ebenfalls. Es erwarten uns 1’270 Höhenmeter und 6 h 36 m Laufzeit, wobei sich diese durch unsere Vorsichtigkeit verlängert. Es ist ziemlich kalt, als wir als einzige aus dem pumpenvollen Postauto an der Haltestelle Elm Büelstafel aussteigen. Beim Waffenplatz kehren wir kurz im Alprestaurant ein und machen uns dann auf den Weg, vorbei am ersten Suworow-Denkmal. Der Russe war schon mal hier, geistert es in unseren Köpfen… Franziska ist schon eine Stunde früher losgelaufen und wir holen sie erst oben beim Häxenseeli ein, aber erst nachdem wir 3 grosse Talstufen erklommen haben. Jede Stunde gibt es einen kurzen Halt und eine kleine Stärkung. So haben wir die Energie und den Zuckerspiegel im Griff, als wir Franziska treffen, pünktlich zum Mittagshalt kurz unterhalb des Passes. Die letzten 200 Höhenmeter ziehen sich, doch natürlich kommen wir schliesslich oben an. Es gibt eine kleine unbewartete Schutzhütte, wo wir auf den bequemen blauen Matratzen ein kleines Powernap absolvieren. So schön! Das Panorama ist wieder einmal einmalig. Die Bergspitzen sind bereits etwas schneeverzuckert. Kleine Reste finden wir noch hinter der Hütte. Hohe Wolkenfelder ziehen auf, was uns nur recht ist. Der Abstieg hat es dann zwischendurch auch in sich. Es muss ein Schieferfeld durchquert werden, welches einen ziemlich steilen Abhang bildet. Irgendwie gelingt es allen dann doch. Das Flüsschen frisst sich in einen tiefen Spalt und verschwindet weiter unten darin. Dann geht der Weg wieder etwas hinauf, durch einen schmalen Spalt, der auf ein Felsenband führt. Rechts gehts steil hinab zum Stausee Pigniu. Ausrutschen darf man hier nicht! Es ist spektakulär! Es kommen Alpweiden. Die Schutzhunde sind zum Glück schon weg, dafür hat es Mutterkühe, die uns auf dem Wanderweg anglotzen und den Durchgang versperren. Hier können wir ausweichen und kommen zum letzten Rastplatz mit Kreuz und eher älterem Holzjesus drangenagelt. Das Alpsträsschen ist gesäumt von Leckereien: Heidelbeeren, Preiselbeeren, Wachholderbeeren. Dazwischen wilde Erika. Wir sind in Kontakt mit Emanuel, der uns entgegenkommt, bis wir uns real treffen. Er wohnt in Ruschein, ist ein ASVZ-Sportkollege und hat uns angeboten, uns abzuholen. Zusammen steigen wir nach Pigniu hinab, wo er sein Auto parkiert hat und uns nach Ilanz hinunterfährt. Wir bekommen im Rätia wunderbare Capuns, bevor wir uns auf den Heimweg machen.
















































WOW – Hochgebirge – wäre was gewesen für meinem Feriengast Anthony aus Süd-Amerika. Dank Silvio immerhin auf dem grossen Mythen gewesen, nach Katzensee / Altberg – Lägern – Albiskette.